Weingärten

Auswirkungen des konventionellen Rebschnitts mit Verkahlung des Rebkopfes

Infektionsquelle

  • durch den konventionellen Rebschnitt mit großen Wunden entstehen bis tief in den Stamm reichende Trocknungskegel von Totholz, die zur Ausbildung eines voluminösen, verkahlten Rebkopfes führen (s.u.)
  • durch die durch Schrunde/Risse/Rinde entstehende, um ein Mehrfaches potenzierte Oberfläche, die Krankheitserreger aller Art beherbergt, stellt dieser ein massives Infektionsreservoir für die Blattwand dar
  • das Innere wird mit vermorschenden Pilzen kolonisiert, die als ESCA-Syndrom bis zum apoplektischen Absterben des Rebstocks binnen weniger Stunden führen können, eine auch im Rahmen des Klimawandels immer raumgreifendere Problematik
  • da sich die Rebe als Lianenpflanze nicht durch Kallus gegen den Pilz abschotten kann, entsteht innerlich eine großflächige chronische Wunde, gegen die sich der Rebstock permanent immunlogisch abgrenzen muß, was ihn hoch belastet

Saftflußeinschränkung

  • die mit der konventionellen Schnitttechnik einhergehende, immer neue Positionierung von Zapfen/Fruchtrute über den verkahlten Kopf hinweg führt zur Rarefizierung und Engstellung der versorgenden Saftflußbahnen des Weinstocks, so daß jährlich neue, kleinkalibrige Umgehungskreisläufe gebildet werden müssen, die die Laubwand nur begrenzt versorgen können