Weingärten

"MINIMAL-INVASIVER" REBSCHNITT

„Die Gesundheit der Rebe beginnt nicht erst in der Laubwand, sondern an Wurzel und Stock. Beim jährlichen Erziehungsschnitt kommt der korrekten Positionierung des Zapfens und Orientierung der beiden basalen Augen absolute Priorität vor anderweitigen Erwägungen zu.“

Guyot

Neue Architektur des Rebstocks mit Guyot-Double Ramifikationen und zentralem Cordon

  • Anheben der Traubenzone auf 1 Meter Höhe
  • folglich größere Distanz zu den Erreger-Reservoiren Boden und Oberkopfbereich
  • geringere bodenseitige Strahlungswärme, die im Rahmen des Klimawandels nicht mehr gewünscht wird
  • geringere Empfindlichkeit bei Bodenfrost
  • optimierte Arbeitshöhe
     
  • Umerziehung der Rebstöcke auf eine kontrollierte Ramifikation in einem 2-Arm-Zapfen/Strecker-System (Guyot-Double)
  • hierzu initiale Positionierung zweier geeigneter Zapfen unter und parallel zur Drahtanlage
  • sowie Orientierung des ersten und zweiten Auges dieser Zapfen im Lot zur Drahtanlage
  • das untere Auge wird im Folgejahr der neue Zapfen, das obere die neue Fruchtrute
  • so daß systematisch beim weiteren jährlichen Rebschnitt Zapfen und die beiden basalen Augen stets sauber lotrecht positioniert und orientiert zur Drahtanlage ausgerichtet bleiben
     
  • folglich minimales Rebschnitt-Trauma mit 4 kleinen, nicht infektionsanfälligen Wundflächen an der Oberseite der jeweiligen Ramifikation
  • keine Trocknungskeile
  • keine Ausbildung eines verkahlten Kopfes
  • maximaler, seitengleich ausgewogener und nicht kompromittierter physiologischer Saftfluss
  • für den Rebstock insgesamt verbesserte Infektabwehr, gleichmäßigere Blüte bei ausgewogener Stockbelastung in die beiden Ramifikationen hinein

Diese Art des Rebschnitts kann also in Übernahme des Begriffs aus der Humanmedizin durchaus als „minimal-invasiv“ bezeichnet werden."