Weingärten

Varia

Pflanzenschutz

  • abiotisch durch Minderung des Infektionsdrucks per Entblätterung, Traubenhalbierung, lichte und niedrige Laubwandgestaltung
     
  • händisches Auslesen infizierter Blätter oder Blattteile
     
  • biotisch durch gezielte Ausbringung der Spritzmittel in die Laubwand mit Akku-getriebener Rückentragespritze mit regulierbarem Handgebläse
  • durch Verwendung von Injektordüsen keine Verfrachtung des Spritzmittelnebels in die Umgebung
  • Indikationsstellung anhand der internetbasierten VITIMETEO-Plattform, die mittels regionaler Agrarmeteorologischer Wetterstationen und des lokalen Stationsnetzes weinbaurelevante Prognosen bzgl. Krankheitsgeschehen und Schädlingsentwicklung berechnet
  • nach Möglichkeit ohne jedwede Anwendung (2020, 2023)
  • ausschließlich prophylaktische Verwendung von Milch (echter Mehltau) und rein biologischen Pflanzenhilfsmitteln (falscher Mehltau)
  • hierbei kommen Kräuterextrakte zur Anwendung, keine üblichen Herbizide oder Pestizide
  • die 48 Stunden vor dem zu erwartendem Infektionsereignis präventiv applizierten Kräuter primen als Elicitoren die Rebe derart, daß diese im Sinne einer induzierten Resistenz schneller auf die Krankheitserreger reagieren und die pflanzeneigenen Mechanismen zur Immunabwehr aktivieren
     
  • keine Anwendung chemisch-synthetischen Pflanzenschutzes
  • keine Anwendung von Schwefel *  (u.a. Raubmilbenschädlich)
  • keine Anwendung von Kupfersulfat * (Schwermetallintoxikation des Bodens, Schädigung des Mikrobioms, keine Regenwürmer, insbesondere auch schädlich für Wildbienen)
  • Risiko: bei widrigen Witterungsverhältnissen mit hohem Infektionsdruck kein qualitatives Lesegut oder Totalverlust

    * beide Substanzen sind für ökologischen und biodynamischen Weinbau bis zu einer Aufwandsmenge von 3 kg/ha p.a. Kupfersulfat zugelassen und kommen gegen den Echten und Falschen Mehltau zur Anwendung

Spätburgunder

Bodenamelioration und Düngung

  • keine großmaschinelle Bodenbearbeitung, somit keine Versiegelungshorizonte durch Kompression
  • kein Mulchen
  • Verwendung des Freischneiders zum selektiven Grasschnitt
     
  • Ausbildung einer humösen Deckschicht
  • mikrobiologische Anreicherung und Diversifizierung des Bodens
  • förderliche Ausbreitung natürlich vorkommender, standortangepassster Trockenpflanzen
  • keine Gefährdung der Insekten/Kleintiere
     
  • organische Düngung mit Schafswollpellets
  • selektiv direkt am Rebstock ohne Einbeziehung des weiteren Unterstockbereiches oder der Rebgasse
  • Mykorrhizierung der angebohrten Rebstockwurzeln mit Pilzgeflechtgranulat
  • Unterstützung des Boden-Mikrobioms und der Aeration durch Ausbringung von ca. 1500 Regenwürmern/10 ar

Bewässerung

  • sofern erforderlich Anlage von Pflanzlöchern an die jeweilige Rebstockwurzel mit einem Erdbohrer zu 4cm Durchmesser 
  • dann selektive Bedarfs-Wässerung des einzelnen Rebstocks durch Schlauchirrigation
  • folglich nur minimaler Wasserverlust aufgrund von Verdunstung oder unnötiger Bewässerung in den Unterstockbereich
  • per pumpenfreiem Falldruck aus vier Zisternen zu je 8000 Litern

Drahtanlagen

  • komplett erneuerte Installation aus Corten-Edelrostpfählen und Drähten
  • optisch unauffällige Passung in die Umgebung
  • tiefere Korrosion wird durch die oberflächliche Sperrschicht verhindert
  • kein Eintrag von Metall in den Boden (vgl. Zink-Pfähle: 1,5kg/ha)